Auf die Beine kommen – Feldenkrais-Kurs am Mittwoch

Auf die Beine kommen – Feldenkrais-Kurs am Mittwoch

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Zwölf Kurstermine (mittwochs 17:o0 – 18:00 Uhr)
23.09. | 30.09. | 07.10. | 14.10.| 21.10. | 28.10. | 04.11. | 11.11. | 25.11. | 02.12. | 09.12. | 16.12.2026

Kosten: 120-180€ (Selbsteinschätzung nach finanziellen Möglichkeiten)
Zum Nachholen verpasster Stunden werden Audios aufgenommen und bereitgestellt.

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Auf die Beine kommen

Es grenzt an ein Wunder, einen ganzen Menschen über zwei so kleinen Flächen zu balancieren, wie es die Fußsohlen sind.
Die Evolution hat sich für diese anspruchsvolle Aufgabe rund 370 Millionen Jahre Zeit genommen, angefangen bei den ersten Landwirbeltieren.
Kinder kostet das Ganze meist acht bis fünfzehn Monate harte Arbeit*.
Einmal gelernt, braucht es höchstens ein paar Sekunden. Aufgestanden, hingelegt, ins Bett, auf die Matte, auf die Wiese, in den Sand, wieder hoch… Wir müssen keinen Gedanken mehr daran verschwenden. Gut so! Danke Gewohnheit!**

Wir merken die Bewegung erst wieder, wenn die Gewohnheit irgendwie gestört wird, wenn sie nicht mehr richtig aufgeht: durch Schmerzen, Schwindel, Verletzungen, Erkrankungen oder Kraftverlust im Älterwerden…
Zum Glück heißt „einmal so gelernt“ nicht „für immer darauf festgelegt“. Feldenkrais ermöglicht uns, unsere unbewussten Bewegungsmuster zu erkunden, von Widersprüchen zu befreien und um neue Möglichkeiten zu erweitern. So kann (wieder) mehr Leichtigkeit entstehen. Aber auch für alle, die keine offensichtlichen Schwierigkeiten beim Aufstehen haben: Die Beschäftigung damit lohnt sich trotzdem! Seehrrr sogar.

Denn am so alltäglichen wie komplexen Vorgang des Aufstehens lassen sich viele Bewegungsaspekte erforschen, die uns überall zugute kommen können: Orientierung, Gleichgewicht in Koordination mit Augen und Füßen. Kraftentfaltung vom Becken her. Die Anpassungsfähigkeit aller Wirbel und Rippen im Drehen und Neigen. Das feine Zusammenspiel von Beugern und Streckern in der Aufrichtung. Die Koordination all dessen mit der Atmung. Die Hebelwirkungen im Skelett, deren kluger Gebrauch Gewohnheitsspannungen überflüssig werden lässt. Der geschickte Umgang mit Schwerkraft und Boden***…

* Erst mal checken, wo oben und unten ist, was zu mir gehört und was nicht, den Boden überall mal gedrückt haben, die eigene Achse finden, herumrollen, , drehen, dazu eine Wirbel-Inventur anlegen, den riesenschweren Kopf maovrieren lernen… don’t remember? Well, you did that!
** Wäre ziemlich lästig, jedes Mal gut 200 Knochen und 400 Gelenke gedanklich zu sortieren.
*** Ach ja, der Boden. Ein unbezahlbarer Verbündeter. Wer ihn gut benutzt, kann erstaunliche Dinge tun:
Eben hat Moshé Feldenkrais seiner Schwester Malka beigebracht, Boden und Skelett gut zu nutzen.
Das hat er davon!
Wieder am Boden lässt er mit dessen Hilfe jemanden durch den Raum fliegen.
Na ja – sowas machen wir nicht im Kurs, wir fangen erst mal mit den Grundlagen an…

In einer Feldenkrais-Gruppenstunde in „Bewusstheit durch Bewegung“ werden die Teilnehmenden verbal durch Bewegungssequenzen geführt. Die Bewegungen werden – meist im Liegen oder Sitzen – langsam ausgeführt und von Spürfragen begleitet. Das ermöglicht es, die eigenen Bewegungsgewohnheiten kennenzulernen und um neue Möglichkeiten zu erweitern. Die Methode ist nach ihrem Begründer, dem Ingenieur und Judolehrer Moshé Feldenkrais benannt.

 

Datum und Uhrzeit

23.09.2026 , 17:00 bis
23.12.2026 , 18:00
 

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